Das von Willebrand Syndrom ist heute bei konsequenter Therapie eine gut beherrschbare Erkrankung. Dennoch müssen bei Kindern einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Bei sportlichen Aktivitäten wie z.B. Fahrradfahren sollte auf geeignete Schutzkleidung wie z.B. Sturzhelm geachtet werden. Knie- und Ellenbogenschützer helfen das Risiko für Gelenkblutungen zu reduzieren. Eine frühzeitige Förderung der sportlichen Aktivitäten ist angezeigt und besonders sinnvoll. Hier kommen individuelle Eignungen und Neigungen zum Tragen. Positive Auswirkungen der körperlichen Aktivität sind u.a. eine Kräftigung der Muskulatur und damit eine Stabilisierung der Gelenke. Gelenke mit kräftiger Muskulatur bluten seltener.
Empfehlenswert sind Sportarten die ein möglichst geringes Risiko für Verletzungen mit sich bringen. So ist Schwimmen eine ideale Sportart, da der Auftrieb im Wasser Gelenke und Muskeln entlastet. Weitere risikoarme Aktivitäten sind Fahrradfahren, Wassersportarten, Fitnesstraining, Skilanglauf und Rudern.
Aufgrund des höheren Verletzungsrisikos weniger empfehlenswert sind Fußball, Tennis, Leichtathletik, alpiner Skisport und Geräteturnen, da es hier zu hohen Beanspruchungen einzelner Muskelgruppen und Gelenke kommt.
Die Teilnahme am Schulsport ist prinzipiell möglich, es sollten jedoch klare Absprachen mit dem betroffenen Kind, seinen Lehrern, den Mitschülern und dem behandelnden Arzt getroffen werden.
Grundsätzlich gilt : angemessene körperliche Aktivitäten sind sehr zu empfehlen und können das Risiko für Blutungen sogar reduzieren. |